Feldschützen Bennwil
4431 Bennwil

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Die Vereinsgeschichte von 1876 - 2001
Im Jahre 2001 blicken die Feldschützen Bennwil auf ihr 125-jähriges Bestehen zurück. Da die ersten Protokolle fehlen, ist das genaue Gründungsdatum leider nicht bekannt. In einem Zeitungsausschnitt des Waldenburger Anzeigers vom Oktober 1876 über ein Sektionswett- schiessen in Reigoldswil ist Bennwil mit einem Mitgliederbestand von 23 Schützen aufgeführt.

Bevor im Jahre 1901 der heutige Schiessplatz bei der Linde gewählt wurde, soll im Eschtal und im Roten Herd geschossen worden sein. Zu dieser Zeit besammelte man sich in speziellen Schützenblusen Sonntags um 07.30 Uhr beim Schulhaus, um unter dem Kommando des Schützenmeisters in Viererkolonnen zum Stand zu marschieren.

1901 haben unsere Vorfahren beschlossen, eine Fahne anzuschaffen, die dann im Jahre 1902 eingeweiht wurde.

Zum Aufbieten für Übungen, Sitzungen und Anlässen wurde eine Weibel- stelle frei ausgeschrieben. Die Entlöhnung betrug Fr. 3.--. Alten Fotos aus dem Jahre 1898 zu Folge gab es zwei Schützenvereine, die Feld- und die Militärschützen. Im Jahre 1907 fand der Übertritt der Militär- zu den Feldschützen statt. Eintrittsgeld pro Mitglied Fr. 3.--

1920 besuchten die Vereinsmitglieder zum ersten Mal ein Kantonales Schützenfest b. Basel. Das Führen eines Jungschützenkurses ist 1921 erstmals erwähnt.

1930 diskutierte man über die Verlegung des Schiessplatzes, nachdem die Fuchsfarmgesellschaft interveniert hatte mit der Begründung, dass die gehaltenen Silberfüchse keinen lebensfähigen Nachwuchs mehr hätten. Zudem sei die obere Hauensteinstrasse in Schussrichtung und somit gefährdet. Der Scheibenstand wurde daraufhin in Richtung Froschelen verschoben. Da man das ganze Jahr über vom Wetter abhängig war, haben die Mitglieder im September 1933 als "notwendiges Übel" die Errichtung einer Schiesshütte beschlossen. Im weiteren wurde bemerkt, dass Bennwil bald der einzige Verein sei, der es noch zu keiner Hütte gebracht hätte.

Der Besuch des ersten Eidg. Schützenfestes erfolgte 1939 in Luzern. 
Die Sektion trat in der 4. Kategorie an und errang auf Anhieb den Goldlorbeerkranz.

Zum 75-Jährigen, im Jahre 1951, gab es eine neue Vereinsfahne nach einem Entwurf vom Vereinsmitglied und Lehrer Hugo Glatt. In den folgenden Jahren stieg die Sektion in die Kat. 2 auf und nahm erfolgreich an diversen Anlässen teil.

Die Feldschützen Bennwil waren schon früh ein fortschrittlicher Verein, denn im Jahre 1958 ist erstmals erwähnt, dass Schützen-Frauen und -Töchter am Endschiessen teilnehmen dürfen. 1973 absolvierte das erste Mädchen einen Jungschützenkurs.

Die Schiessanlage wurde stets erneuert. So folgte der Bau eines Zeigerhauses und Anfang der 60er-Jahre der Bau des Kehrscheibenstandes. Standeinweihungsschiessen und viele andere Anlässe lösten sich in der Folge ab und die Finanzen verbesserten sich zusehends. Der Verein gedieh.

Unter der Initiative unseres damaligen Ehrenpräsidenten konnte sich unser Verein einen lang ersehnten Wunsch erfüllen. Durch Sponsorbeiträge aller Ehrenmitglieder konnten wir 1992 unsere erste Standarte erwerben die uns in Zukunft an viele Anlässe begleiten wird.

Mit ihren Resultaten und Beteiligungen sind die Feldschützen Bennwil im Bezirk, im Kanton und bei Eidg. Schützenfesten stets mit dabei. Mit einer Teilnehmerzahl von 40 Schützinnen und Schützen an Kantonalen und Eidgenössischen dürfen wir uns sehen lassen. 1996 hatten die Feldschützen sogar die Ehre, am Rütli-Schiessen und ein Jahr später am Morgartenschiessen teilzunehmen.

Das Schützenhaus haben wir in Fronarbeit laufend erweitert und saniert. Im Jahre 1987 wurden die ersten zwei elektronischen Scheiben angeschafft, danach ein WC und der Kanalisationsanschluss errichtet und 1994 Scheibe Nr. 3 und 4 elektronisch umgerüstet. Es folgten der Erweiterungs- bau für die Gewehrreinigung und die Schützenstube sowie die Installation von zwei weiteren elektronischen Scheiben. Im Anschluss daran kleideten wir das Schützenhaus mit Lärmschutzisolation aus. Im Jubiläumsjahr war es uns möglich, die letzten zwei Zugscheiben durch elektronische zu ersetzen, so dass wir den Schützinnen und Schützen für das Jubiläums- schiessen 8 elektronische Scheiben mit SIUS-ASCOR SA8800 Treffer- anzeige anbieten können.

Im Jahre 1992 ist ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, als die Ehrenmitglieder dem Verein eine Standarte geschenkt haben. Die heute 50-jährige Fahne wird aus Anlass des 125. Geburtstages durch eine neue ersetzt und anlässlich der Jubiläumsfeier vom 10. Nov. präsentiert und eingeweiht. Standarte und Fahne sollen uns weiterhin begleiten und Tradition und Kameradschaft hochhalten.

Mit der Bildung einer Schiesskommission im Jahre 2002 hatten wir die Jugendförderung ernsthaft an die Hand genommen und erstmals ein Schiesskurs für Jugendliche, d.h. für Buben und Mädchen ab dem 10. bis 16. Altersjahr, durchgeführt. Bereits nach 2 bis 3 Jahren durften wir mit den Jungen tolle Erfolge erleben.

"Der Wunsch vor 20 Jahren nach den ersten elektronischen Scheiben hat nach einer Einnahmequelle verlangt. Aus der Ideensammlung ging die Durchführung einer Metzgete hervor und diese Idee war ein voller Erfolg. Der Anlass hat uns jährlich ein paar Tausender in die Kasse gespült. Somit konnte im Laufe der Zeit der Umbau aller 8 Scheiben und die Renovation der Schützenstube realisiert werden. 2004 ging mit der 20. Metzgete eine Ära zu Ende. Dank dem jeweiligen Grosseinsatz unserer Vereinsmitglieder war es möglich, diesen Anlass so lange durchzuführen. Einen besonderen Einsatz haben unsere beiden Profi-Köche, Markus und René Thommen, geleistet. Ohne ihr Fachwissen wäre die Metzgete nicht durchführbar gewesen."


Seitenende



am Gallenstock 1898


Die erste Fahne von 1901


Die Schiesshütte heute


Die Vereinsfahne von 1951


Die Standarte von 1992


unser Schiesstand


Die Vereinsfahne von 2001


Die Jüngsten in der Ausbildung


Die renovierte Schützenstube